The Lord of the Rings

Audi and its pinnacles of performance: Sssssssssssss und RrrrrrrSssssssssss …

Audi in Red: Die ungleichen quattro-Sportler S3 und RS6 Avant

Audi in Red: Die ungleichen quattro-Sportler S3 und RS6 Avant

Audi lupus est – Der Wahre Wolf im Schafspelz

Audi sitzt in Ingolstadt und Neckarsulm, nicht in Wolfsburg. Das ist ein Glück, denn die geschichtlichen Konnotationen und das Antlitz der wölfischen Burg sind nicht eben schmeichelhaft. Es geht auch nicht um den Wolfsburger Lupo, den Zwerg der VW Familie. Es geht um die etwas schnellere Variante der ohnehin drehmomentfreudigen Modelle mit den vier Ringen. Wieso Neckarsulm? Viele Nicht-Baden-Württemberger wissen noch immer nicht, dass hier ein gleichwertiger Zweitsitz von Audi ist. Mehr noch. Audi Enthusiasten und eingefleischte quattro Fans wissen, dass hier die schnellen RS Modelle und weitere Premium Audis (A4, A6) gebaut werden und dass hier der Sitz der quattro GmbH mit ihren exklusiven Ausstattungsmöglichkeiten für die Fahrzeugindividualisierung wirkt. Von 1969 bis 1984 war Neckarsulm sogar der Hauptsitz. Der Name: NSU Auto Union. Denn wie heute war VW auch Ende der 1960er Jahre in Kauflaune und übernahm kurzerhand die NSU Motorenwerke AG. NSU, einst stolzer Name für den Fahrrad-, Motorrad-, Automobil- und Motorroller-Hersteller, der nach der Gründung anno 1873 sieben Jahre später in die Stadt, wo die Flüsse Neckar und Sulm zusammenfließen, umzog. Doch wer denkt heute  bei den Kürzeln NSU noch an Automobilbau? Gibt man heute NSU bei Google ein, findet sich gerade mal die VW Aktie an erster Stelle, doch dann seitenweise die rechtsradikale Szene samt Einzelheiten zum NSU Prozess. Schade, dass Audi den Begriff NSU nicht schützen lassen konnte. Audi_Ringe

Dessen ungeachtet lockt Audi dieses Jahr mit einem Leckerbissen nach dem andern, egal ob aus der NSU- oder IN-Schmiede. Der Audi S3 und RS6 Avant sind zwei Highlights, die wir vor kurzem ausgiebig fahren durften. Sehr unterschiedlich, aber beide in ihrem Segment herausragend und faszinierend. Das Fazit vorab: mehr davon! Man möchte schlichtweg weiterfahren. Doch das Angebot, den RS6 Avant direkt vor die eigene Haustür und weiter nach Neckarsulm zu fahren, stieß auf taube Ohren. Die Audi Mannschaft ist an Lob gewöhnt. Zu Recht. Das Handling beider Fahrzeuge ist wieder mal beeindruckend präzise, die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen. Lediglich der Preis. Da bildet sich auch ohne Lenkrad in der Hand und sportliche Fahrweise die eine oder andere Schweißperle auf der Stirn. Der Fahrspaß à la “Vorsprung durch Technik” im S3 beginnt bei 38 900 Euro. Für den Fünftürer, den neuen S3 Sportback, kommen bescheidene 900 Euro dazu. Fast das Dreifache muss man für den neuen Spitzensportler RS6 Avant berappen. Das neue Flaggschiff kann man ab 107 900 Euro sein eigen nennen. Über Extras können es schnell 130.000 Euro und mehr werden. Aber wer das Auto gefahren ist und es sich leisten kann, will es haben.

Let’s hit the road, yessss!

Let's hit the road, yessss - with sheer unlimited power

Let’s hit the road, yessss – with sheer unlimited power

Satt und gefräßig steht der wahre Lupus Audiensis vor uns da. Satt im Design. Gefräßig, weil er viel Strecke machen will und das blitzschnell wie ein Pfeil. Wären wir uns in und um den Münchner Flughafen herum begegnet, wir hätten uns vermutlich den Vogel gezeigt oder die Lichthupe betätigt. Zu Unrecht, denn er erledigt alle Manöver souverän. Der RS6 Avant ist einfach sauschnell, ein Rennwagen mit Tarnkappe. Man tritt aufs Gas, und er rast davon. Blitzschnell hat er weitere Reserven parat. Ein hammerhartes Fahrerlebnis. Ohne Geisterfahrer zu sein, wird die Gegenfahrbahn zur fast so häufig befahrenen Spur wie die eigene. Natürlich macht es auch Spaß, als Frau das Stereotyp zu bedienen und mal so richtig die Geschwindigkeitskrallen ausfahren zu können. Sieht ja so harmlos aus: Frau am Steuer und kurz vor Ortseinfahrt. Der Mercedes-Benz S-Klasse Fahrer vor uns macht sich schon mal breit – ein Tritt aufs Gaspedal; und er wird zum Punkt im Rückspiegel. Überhaupt können wir in aller Regel relativ unbehelligt durch die Gegen brausen. Bei Audi erklärt man das so: “Der RS6 hat eine höhere Akzeptanz als ein reiner Sportwagen. Denn er bietet ein gewisses Maß an Seriosität in allen Lebenslagen.”

Einen noch unvorstellbareren Job leisten die Bremsen, wenn wir direkt vor Ortseingang brutal in die Eisen steigen. Die RS-Bremsanlage und Keramikbremsen als Sonderausstattung

Von 305 auf 50: Höchstleistung im Runterbremsen

Von 305 auf 50: Höchstleistung im Runterbremsen

greifen sofort knallhart durch. Denn egal wie sehr ein erfahrener Fahrer die brachiale Kraftentwicklung samt famosem Drehmoment von 700 Newtonmetern. Hätten wir gewollt, wir hätten ihn per Kickdown in 3,9 Sekunden von null auf hundert gebracht, ohne Grummeln des Motors. Diese Eckdaten des 560 PS starken geräumigen Kombi dienen nicht der Prahlerei. Sie sagen schlichtweg: dieser Biturbo-V8 kann, wenn er will. Leicht geworden ist er auch. Um etwa hundert Kilogramm hat er abgespeckt. Zu einem erheblichen Teil ist das der Veränderung von einem V10 zu einem V8 Aggregat geschuldet. Ein Downsizing, das zudem trotz Zylinderabschaltung (Cylinder on Demand) von acht auf vier Zylinder im Teillast-Bereich absolut überzeugt. Der Motor ist allzeit bissbereit. Kein Turboloch, ein permanent griffiger Motor, der keinen Quälbereich kennt. Und dazu dieser satte Sound, der bullig dröhnt und mit seinen Sportrohren bollernde Salutgrüße an die Umwelt verteilt.

Der Audi Bolide knurrt auch im Stehen. Er duldet keinen Stillstand. Doch das Leben auf den Straßen der Neidgesellschaft Deutschland, von den Zuständen in der Schweiz ganz zu schweigen, wird dem Herr der Ringe alles andere als leicht gemacht. Freie Fahrt für freie Bürger. Dieser Spruch der 1970er Jahre gegen die damals drohende und auch aktuell immer wieder debattierte generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf 130 km/h war mit Sicherheit nicht klug gewählt. Allerdings wäre es zu begrüßen, wenn diese leidige Diskussion um Begrenzungen im Hightech-Land Bundesrepublik endlich ad acta gelegt werden könnte. Der Hochgeschwindigkeitszug TGV rast mit 320 km/h davon, Flugzeuge fliegen mit unvorstellbar schneller Geschwindigkeit durch die Lüfte. Nur das Automobil soll quasi stillgelegt werden. Abgeriegelt wird schon seit Jahrzehnten. Denn auch der RS6 Avant mit Dynamikpaket plus könnte mehr als 305km/h.

"Passen's auf sich auf!" Zuspruch einer Pfarrfrau, auf die der RS6 Avant auch Eindruck machte.

“Passen’S auf sich auf!” Zuspruch einer Pfarrfrau, auf die der RS6 Avant auch Eindruck machte.

Warum also nicht das eine tun, ohne das andere zu lassen? Der Verkehr nimmt weiterhin zu. Speziell im Transitland Deutschland. Mit Sicherheit lässt er sich flüssiger gestalten, wenn auf dreispurigen Autobahnen nach und nach verschiedene Geschwindigkeiten für verschiedene Spuren gelten. Die rechte Spur sollte für 80 bis 120 km/h vorbehalten sein. 125 bis 150 km/h könnten auf der mittleren Spur und Geschwindigkeiten ab 160 km/h auf der linken Spur gelten. Kommt dann ein Fahrzeug deutlich schneller angeschossen, können langsamere Fahrer zügig in die mittlere Spur wechseln, um danach wieder rauszubeschleunigen. Die vierte Spur, wo es sie gibt, sollte grundsätzlich für Geschwindigkeiten ab 190 km/h vorbehalten sein. Zusätzlich könnte es angekündigte Bereiche geben, in denen der Schwerlastverkehr überholen, also von der rechten auf die mittlere Spur ausscheren darf, um nicht über weite Strecken hinter einem erheblich langsameren Artgenossen festzuhängen. Keiner soll zum schnellen Fahren verurteilt werden. Dann bitte auch nicht zum Langsamfahren.

Start these engines instantly!

Nach der Power-Familienkutsche RS6 Avant –  nein, das ist kein Widerspruch. Es ist eine der überzeugendsten Formen des Horaz’schen “dulce et utile” im 21. Jahrhundert, eben die perfekt gelungene Symbiose von “Nutzfahrzeug” und Angenehmem, quasi einem Rennwagen mit Straßenzulassung. Nach dieser granatenmäßigen Power-Familienkutsche also scheint der S3 vergleichsweise harmlos. Scheint. Denn handzahm ist er mitnichten, der Power-Kompakte aus Ingolstadt.

S 3 und Susanne - aber bitte in Misanorot Perleffekt

S 3 und Susanne – aber bitte in Misanorot Perleffekt

Mit Charaktereigenschaften wie 300 PS (221kW), die einen Sprint von null auf hundert km/h in 4,8 Sekunden (S tronic) oder 5,2 Sekunden (manuell) ermöglichen, mit einem Drehmoment von 380 Newtonmetern zeigt auch der S3, dass er mit Fug und Recht zur Riege der Leistungssportler gehört. Er ist knackig, frech und wie gewohnt präzise steuerbar. Der Zwei-Liter Turbomotor mit seinen vier Zylindern ist schon aufgrund seines sparsamen Verbrauchs von 6,9 (S tronic) oder 7 Liter Normverbrauch ein weiteres Highlight in der quattro-Phonie der sportlichen Allradler. Auch der S3 wird wieder mit einer RS-Variante aus Neckarsulm getoppt, allerdings muss man auf ihn noch ein paar Jährchen warten. Und wer will das schon.

30 Jahre quattro GmbH

Außer einem Feuerwerk neuer Modellgenerationen und Facelifts feiert Audi dieses Jahr auch 30 Jahre quattro GmbH. Alle RS Modelle werden in der Manufaktur und hundertprozentigen Tochter von Audi in Neckarsulm gefertigt. Dazu kommt der Mittelmotorsportwagen R8. Und nicht nur das. Die quattro GmbH, die dem Motto „Power, Speed und Individualität“ huldigt, hat drei Geschäftsfelder. An erster Stelle stehen Entwicklung und Bau der Hochleistungsmodelle, also der RS- und R8-Typen. Ein zweites Betätigungsfeld sind die Fahrzeugindividualisierung und die Accessoires. Passend dazu befasst sich die quattro GmbH auch mit dem Kundenmotorsport, dem Audi Sport Customer Racing, in dem so bekannte Rennfahrer wie Markus Winkelhock und Rahel Frey unterwegs sind.

Rechtzeitig zum Jubiläum hat Audi dieses Fahr vier neue RS-Modelle auf die Straße gebracht: Den Anfang machte der RS4 Avant, dessen dritte Generation seit Jahresbeginn beim Händler steht. Darauf folgten in schneller Folge der RS7, der RSQ3 und zuletzt eben der Herr der Ringe, der atemberaubend schnelle RS6 Avant. Allein im letzten Jahr haben 11.500 RS und R-Modelle ihren Käufer gefunden. Ganz zu schweigen vom Wunsch der Automobilisten nach Individualisierung. Sie hielt im vergangenen Jahr in 160.000 Audi Modelle Einzug. Wer da unkt, der RS6 Avant und seine Artverwandten seien eine aussterbende Rasse, der irrt sich hoffentlich gewaltig. Denn zum einen wird die Gruppe der Autobegeisterten, die gerne sportlich schnell unterwegs sind, nicht versiegen. Zum andern haben Hightech die Verbräuche der RS-Modelle dermaßen reduziert, dass der Normverbrauch des Zweitonners RS6 Avant gerade noch bei 9,8 Liter Kraftstoff auf hundert Kilometer liegt. Das hätte vor wenigen Jahren ein Kleinwagen verbraucht.

Kommandozentrale vom Feinsten

Kommandozentrale vom Feinsten

Reinsetzen und wohlfühlen. Das haben sowohl der S3 als auch der RS6 Avant von Anfang an bei der Fahrerin ausgelöst. Auch nicht ansatzweise das leiseste Gefühl von Unbehagen oder gar Unwohlsein vor schneller Beschleunigung und vielen Pferdestärken. Ausgefeilte Technik, bequeme Sportsitze, ein  und ein Interieur vom Feinsten machen’s möglich.

Susanne Roeder

©roe

 PS: Und weil die leidige Diskussion zu Tempolimits rechtzeitig zum Wahlkampf wieder ein Kampfthema wird, möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich auf die Meinung von Mobil in Deutschland e.V. hinweisen:
Kein Tempolimit 120 km/h: Nichts spricht dafür, vieles dagegen!
http://www.mobil.org/mobil/nachricht/article/mobil-in-deutschland-ev-zum-tempolimit-nichts-spricht-dafuer-vieles-dagegen/

 

Mit Gaumen, Herz und Seele

Der Maître des Cuisines des Südens auf Entdeckungsfahrt

Sternekoch Serge Gouloumès liebt es frisch, flott, sportlich

Serge Gouloumès small

Audi A3 Sportback + small

Abenteuer pur. Schon die Anfahrt: Boulevard Clément Rebuffel, Mougins. Mougins, ein hübsches, mittelalteriches Städtchen mit Gemäuer aus dem 15. Jahrhundert klingt schon mal vielversprechend. In der Nähe von Grasse befinde sich unser Ziel, so die Ansage der Freundin, die schon mal da war. Die letzten Meter zu Le Mas Candille à Mougins bedeuten selbst für den dynamischen Audi A3 Sportback eine Herausforderung. Nicht etwa an Drehmoment. Ein paar hundert Meter vor der Einfahrt zu dem Fünf-Sterne-Luxushotel der Kategorie Relais et Châteaux nämlich führt ein ebenso enger wie steiler Weg im rechten Winkel direkt auf die Straße zum Hotel. So abrupt gestaltet sich das Abbiegemanöver ins Nichts, dass wir selbst im knackig wendigen A3 noch einmal zurückstoßen müssen, um die Kurve beim zweiten Anlauf zu meistern. Dabei können wir nur hoffen, dass sich entgegenkommender Verkehr durch Hupen ankündigt oder mit Rücksicht auf das rechtsabbiegende Sträßchen entsprechend langsam vortastet. Aber vor das Vergnügen haben die Götter ja bekanntlich den Schweiß gesetzt. Gleich wird es um Autofahren und Kochen gehen…

Den Göttern so nah

Schweiß und ein wenig Adrenalin hinterm Volant sollten sich gelohnt haben. Nur wenige hundert Meter von der abenteuerlichen T-Kreuzung entfernt liegt der Eingang zu einer veritablen Verwöhnoase. Wir klingeln, und das sanft geschwungene Eisentor schwingt geschmeidig auf wie ein Sesam-öffne-dich. Vor uns liegt eine gepflegte Weite, die ins Unendliche zu reichen scheint. 4,5 Hektar terrassenförmige Parkanlage, Blick über den Pool in die Ferne, auf Grasse.

A hotel with a view+small

In dieser Hanglage mit perfekter Aussicht steht kein neumodischer Protzkasten. Die Geschichte des Mas Candille ist fast poetisch idyllisch, reicht zurück zu einer kommerziellen Olivenhainplantage. Äußerst behutsam vollzog sich der Umbau des provenzalischen Landhauses aus dem 18. Jahrhundert, das sich höchst stilvoll in die Landschaft integriert. Nur wenige Minuten entfernt vom pulsierenden Leben mit Reichtum, Stars und Sternchen der Côte d’Azur und, je nach Windkonstellation, in Geruchsnähe zum Duftparadies Grasse, der Hauptstadt des französischen Parfums, entfaltet sich in den bergigen Höhen der Provence eine Insel der Ruhe. Hier im Mas Candille Mougins ziehen wir uns zurück von der Hektik der Croisette in die Stille der Alpen und sind doch jederzeit in Nizza (30 Kilometer), Antibes mit dem Picasso Museum (16 Kilometer), Cannes (9 Kilometer) oder Monte Carlo (55 Kilometer). Von hier aus ist das azurblaue Meer unter ebensolchem Himmel zu erahnen, man hört Vogelgezwitscher, das Zirpen der Zikaden, beobachtet das „se lézarder“, das Sonnenbad der Eidechsen, genießt mediterrane Düfte von Zypressen, Palmen, Pinien, nebst Oleander, blühenden Bougainvilleas, Rosmarin, Thymian Bäumen, um dann einen Drink beim Pool zu nehmen oder eine kleine Speise im Restaurant la Pergola zu goutieren.

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Mourir de plaisir – das Beste aus vier Welten

Nein, an diesem wundersamen Ort amüsiert man sich nicht zu Tode. Er ist ein Genuss für alle Sinne – Körper, Seele, Augen und Geschmacksorgane. Die mediterrane Küche hat ihren Meister in Serge Gouloumès gefunden. Der sympathisch bodenständige Mann aus Agen, einer Stadt im Südwesten Frankreichs, kocht seit Teenagertagen – mit niemals nachlassendem Enthusiasmus. Binnen weniger Jahre, im jugendlichen Alter von 16 Jahren, verschafft er sich bereits einen Namen in der französischen Gastronomie. Dann zieht es den jungen Mann hinaus in die weite Welt – Stationen in Belgien, den Antillen, der Schweiz und Los Angeles verschaffen ihm intensiven Einblick in die Usancen der jeweiligen Landesküche.

Dann, im Jahr 1995, entscheidet er sich endgültig für sein Heimatland, und zwar für das mediterrane Flair der Côte d’Azur. Dort setzt er an zu einem kreativen Höhenflug nach dem nächsten. Nicht nur Maler spornt diese Region mit ihren einzigartigen Lichtverhältnissen, ihrer unnachahmlichen Farbengebung zu kreativen Höhenflügen. Gouloumès fühlt sich sofort heimisch. Mit der Eröffnung des Mas Candille in Mougins vollzieht er nach sechs erfolgreichen Jahren als Küchenchef des Miramar Beach Hotels in Théoule-sur-Mer den Wechsel seines Lebens. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er mit einem Michelin-Stern für seine liebevoll bodenständige und dennoch äußerst kreative Küche erhält. Im Jahr 2005 ist es soweit. „Für mich ist die phantasieerfüllte Arbeit in der Küche eine Selbstverständlichkeit. Ich glaube, von mir sagen zu können, dass ich Küche lebe,“ beschreibt Gouloumès seine Kochphilosophie. Dabei bedient er sich dessen, was die Region zur jeweiligen Jahreszeit zu bieten hat. Die reiche Kräutervielfalt der Provence und die Schätze des Meeres bilden die Basis seiner unwiderstehlichen Gaumengenüsse, Patisserie inklusive. „Die Inspiration für meine Speisen liefern mir die Jahreszeiten, der Besuch auf dem Markt, ein Spaziergang in der Natur, das Produkt an sich und zu seiner jeweiligen Zeit, der Zeit, die es braucht um zu voller Reife zu gelangen.“

Bürgerliche Gourmetküche ohne Starallüren

Die Interpretationen seiner Speisen sind ebenso kühn wie überraschend und dabei stets nachvollziehbar für Gaumen, Augen und Seele. Seit über 30 Jahren ist Serge Gouloumès unterdessen Maître des Cuisines. Und dabei erfindungsreich und voller Begeisterung für sein Metier wie am ersten Tag. Über die Jahre hat sich seine Küche zu einer Reise um die Welt entwickelt. Mal setzt er asiatische Akzente, mal einen Touch Karibik oder eine Brise Irland, und immer gibt er hundert Prozent Serge dazu. Jedes seiner Gerichte verspricht Eleganz und künstlerische Harmonie und ist darauf bedacht, die hochgesteckten Erwartungen seiner Gäste zu erfüllen. Davon wollen wir uns gerne überzeugen lassen. Im wunderschönen, äußerst stilvoll renovierten Restaurant Candille, dem Restaurant mit dem Michelin-Stern verwöhnt uns Serge Gouloumès nach allen Regeln der Kochkunst.

Natürlich darf eine Spezialität aus seiner Heimat nicht fehlen: Sein berühmter Tatin de foie gras façon Candille à l’armagnac, zu deutsch etwa Stopflebertörtchen mit Armagnac nach Art des Hauses. Allein das war schon köstlich. Doch zunächst serviert er uns mit „Coeur de saumon en habit de poireau confit, jus corsè aux épices thaïes, chutney passion“ ein Medley seiner meisterhaften Vielfalt als Koch. Das Herzstück des Lachs im Lauchmantel zergeht uns auf der Zunge. Bei Serge ist das Lächeln auf den Tellern und bei seinen Gästen inklusive.

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Um ein komplettes Menu aus seiner Gourmetküche mit der nötigen Ruhe genießen zu können, werden wir wiederkommen. Und wer weiß, vielleicht nehmen wir auch teil an einem seiner heiß begehrten Kochkurse. Doch beim Erstbesuch machen wir eine ausgedehnte „Hausbegehung“ mit Direktorin Carole Rouvier. Schnell verstehen wir, was diesen Geheimtipp in den Voralpen auszeichnet. Es ist der Charme, der Liebreiz der Anlage mit ihren einzigartigen Alleinstellungsmerkmalen. Dazu gehören neben den individuell gestalteten Luxuszimmern zwei Schwimmbäder, formvollendete Skulpturen zeitgenössischer Frauengestalten der in Mougins ansässigen Marion Bürkle und ein großzügiges Shiseido Spa, das einzige in Frankreich. Diese Lokation ist eine Ode an die Schönheit, ein Ort absoluter meditativer Stille, ideal zum Entschleunigen und zur Konzentration auf die eigenen Sinne.

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Serge der Auto-Enthusiast

Essen ist dann gut, wenn es schmeckt. Das klingt genauso langweilig wie die Aussage: Ein Auto ist dann gut, wenn es uns sicher von A nach B bringt. Einer, der auszog, unsere Gaumen das Träumen zu lehren, ist Serge Gouloumès. Perfekt verkörpert der Franzose das Savoir-Vivre. Sein munteres lebensfrohes Naturell ist ansteckend. Zu seiner Lebensphilosophie gehört für ihn, neben Küche und mediterranem Wohlfühlklima, eine Mobilität der Meisterklasse. Wie der Herr so sein Auto. Für sich persönlich fand Serge diese perfekte Art der Fortbewegung bei Audi. Serge Audi A3 Sportback small  Er bleibt auch da bürgerlich bodenständig, mit dem gewissen Touch of excellence. Über seinen Audi A3 Sportback lässt er nichts kommen – auch wenn er „naturellement“ für die Automobile des Sportwagenherstellers Porsche Feuer und Flamme ist. Wir haben’s vernommen und versprechen, ihn bald mit einem Modell aus der Garage der Zuffenhausener zu überraschen. Ein Versprechen, das uns angesichts der vielseitigen Genüsse im Mas Candille absolut nicht schwer fällt.

Doch zurück zum Ingolstädter Premium Fahrzeughersteller. Serge schwört auf seinen A3 Sportback. Das Auto sei nicht nur praktisch – er kann darin seine Markteinkäufe wunderbar unterbringen. Darüber hinaus liebt er die Schnelligkeit, die Zuverlässigkeit und die Bodenhaftung dieses „sehr sportiven Autos“. Ein wenig neidisch schaut er auf die neue Generation, mit der wir ihn besucht haben. Kommt Zeit, kommt neuer A3 Sportback für Serge. Deshalb überlassen wir ihm das Steuer unseres A3, der zum Zeitpunkt unseres Besuches den Augen und dem Urteil der Presse vorbehalten war. Die winkligen Sträßchen im mittelalterlichen Mougins und in den Vorderalpen sind wie gemacht für die Kompaktklasse von Audi. Serge kommt zurück und ist absolut begeistert.

Neben der weiter gestiegenen Sportlichkeit bei geringerem Spritverbrauch gefällt dem Küchenchef naturgemäß das vergrößerte Ladevolumen. Der 184 PS starke TDI quattro begeistert ihn mit seinem Drehmoment, aber auch der Gedanke an den Audi RS3 Sportback (340 PS) bringen ihn auf Touren. Keine Frage, Serge Gouloumès ist ein Ästhet, ein Freund der schönen Dinge des Lebens.

Rendez-Vous en Été

Im Sommer, so haben wir vereinbart, wird uns der sympathisch bodenständige Mann aus Anger nach allen Regeln seiner Kochkunst verwöhnen. Dass dieses „régaler“ ein voller Erfolg wird, das wissen wir schon jetzt. Um angesichts der langen Liste seiner Speisen nicht die Qual der Wahl zu haben, wird der Meister selbst unser Menu zusammenstellen. Bon appétit au Candille!

Susanne Roeder

©roe

Roe + Carole Rouvier small

Was den Koch Serge Gouloumès alles umtreibt, findet sich unter: http://www.gouloumes.com

Das Fünf-Sterne-Hotel Mas Candille: www.lemascandille.com

 

 

Rahel Frey driving in the Blancpain Endurance Series

 

Rahel_Frey_Audi

Good news for all Rahel Frey fans: Rahel will be driving this year’s five races of Blancpain Endurance Series for Audi in the R8 LMS. This has been confirmed after a brief test driving in Le Castellet. For all Rahelisti: Enter the following dates firmly in your agenda and watch out for Rahel Frey in her Audi R8 LMS:

Round Date Country Circuit
1  14.04.2013 Italy Monza
2  02.06.2013 United Kingdom Silverstone
3  30.06.2013 France Paul Ricard
4  27.07.2013 Belgium Spa-Francorchamps
5  22.09.2013 Germany Nurburgring

Further negotiations with Audi are on the way. A positive outcome from these talks would involve Rahel’s racing outside of Europe… In order to take place in a rather prestigious race Rahel is looking for a sponsor. She needs another 150 000 Euro – a pittance im terms of racing budgets. Hey ye sponsors around the globe: This is your chance to get coverage and to sponsor this rising star.

At any rate let us keep our fingers crossed for racing Rahel!

Susanne Roeder

©roe

Frey wie ä Vogu – Frey wie ein Vogel / Rahel Frey: Free as a bird

Driver’s Seat for Rahel Frey?

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Desperately seeking Rahel

Das “Pay Driver Syndrom” grassiert und verdirbt den Rennsport. Kein Platz für Rahel? Da standen sie alle, die Kämpen des Audi Motorsports. Alle? Im Gruppenbild in Genf fehlte die Dame, die eine perfekte Markenbotschafterin der vier rasanten Ringe wäre. So man sie nur fahren lässt. Gemeint ist Rennsport pur, nicht irgendwelche Taxifahrten. Die Schweizerin hat viele Asse im Ärmel: Sie ist top sympathisch, jung, sie sieht verdammt gut aus und ist wirklich richtig schnell. Und doch hat die Audi Werksfahrerin noch immer kein Cockpit für die neue Rennsaison im Kundensport. Die Zeit drängt. Es bleiben nur noch wenige Wochen. „I bi jung, i bi gsung u ufem Sprung.“ Oder auf Hochdeutsch „Ich bin RahelFrey2jung, gesund und auf dem Sprung“, eben „frei wie ein Vogel“. Was die Schweizer Sängerin Kisha in ihrem Song „Frei wie ä Vogu“ als positiven Lebensumstand besingt, ist für ihre schnelle Landsmännin Grund zur Sorge. Im Gespräch mit uns verhehlt Rahel nicht, allmählich nervös zu werden. Aus der DTM ist sie ausgeschieden. Dabei wäre sie doch die perfekte Kandidatin für den vom Playboy gesponserten diesjärhigen Audi A5 DTM gewesen, den zuvor Markus Winkelhock als A4 DTM fuhr. Rahel soll im Kundensport fahren. Ein Cockpit wurde ihr vor kurzem vor der Nase weggeschnappt. Ihr fehlte noch ein Sponsor. Pay Driver also leider auch hier? In der Formel 1 ist dies immer mehr gang und gäbe. Dabei soll es doch um die besten Fahrer gehen… In der Königsdisziplin geht es um viele Millionen. Im Kundensport sind die Beträge vergleichsweise bescheiden. Da stellt sich die Frage: Hey, Audi, worauf wartet ihr? Setzt diese Superfrau und Racerin bitte gebührend ein. Die Frage auf der AUDI Jahrespressekonferenz vor wenigen Tagen, die sich auf den ausschließlich männlichen Vorstand bezog, stellt sich um so mehr im Rennsport. Denn hier ist in den eigenen Reihen eine Frau, die’s kann. Auf geht’s, Herr Dr. Ullrich. Let the lady start her engine! She can handle it with professional ease.

Susanne Roeder ©roe

What’s up with Daimler?

Wo Du wolle…. – Heilix Blechle, what happened to you?

Who can understand the strategy and machinations of Daimler, once an outstandinglyGullwing_450x340 sparkling diamond in the automobile sky? This is what increasingly more journalists, clients, experts ask themselves.

Daimler has lost its way. It happened many years ago, i.e. a long time before the present CEO reached the echelons of power. But things have not improved dramatically since. And as much as Dieter Zetsche reveals a sharp intellect and good qualities as a person, he seems unable to guide this super tanker. Okay, Schrempp before him is unspeakable, having burnt billions, a man without any worthwhile vision. Zetsche took over a messed-up global player and premium OEM.

Super tankers are slow, inefficient, sometimes incompetent and unfortunately arrogant – when they can least afford it. So, please, Daimler, wake up to reality!

Audi and BMW have long surpassed the “starry-eyed” company. This is the lamentable story of the threatening decline of the inventor of the automobile.

There are so many good aspects to this company. But they run the risk of getting obliterated due to fundamental dissatisfaction both on the side of the employees and on the side of the customers.

In recent times just think of Daimler as forerunner in exposing mortal dangers in certain collisions with cars equipped with the new refrigerant R1234yf. However, it is precisely this refrigerant that has become legally binding by Brussels authorities with their questionable understanding of the matter.

Here, Daimler for once has shown stamina. It is to be hoped and expected that the other OEMs will join in and support Daimler for their findings in real life test scenarios.

Daimler’s stance is adamant and correct: “Due to the high safety demands at Mercedes-Benz, this chemical will not be used in its products. The company therefore wishes to continue to use the proven and safe R134a refrigerant in its vehicles. Daimler has already informed the relevant authorities of these facts and will also make the results of this investigation available to all relevant associations as well as to other vehicle manufacturers.”

However, as far as vision, brand image and popularity are concerned, Daimler has lost track. It is high time for a change toward a company with well-founded passionate visions.   Susanne RoederGullwing

©roe

SL Gullwing, Heroic times of racing with Neubauer… Those were the unforgettable days – of yore…

PS: Here is a recent view on the “refrigerant case”:

http://www.heise.de/tr/blog/artikel/Neue-Peinlichkeiten-im-Kaeltemittel-Streit-1930065.html