Frey wie ä Vogu – Frey wie ein Vogel / Rahel Frey: Free as a bird

Driver’s Seat for Rahel Frey?

Gruppenbild-Dame-150x150

Desperately seeking Rahel

Das “Pay Driver Syndrom” grassiert und verdirbt den Rennsport. Kein Platz für Rahel? Da standen sie alle, die Kämpen des Audi Motorsports. Alle? Im Gruppenbild in Genf fehlte die Dame, die eine perfekte Markenbotschafterin der vier rasanten Ringe wäre. So man sie nur fahren lässt. Gemeint ist Rennsport pur, nicht irgendwelche Taxifahrten. Die Schweizerin hat viele Asse im Ärmel: Sie ist top sympathisch, jung, sie sieht verdammt gut aus und ist wirklich richtig schnell. Und doch hat die Audi Werksfahrerin noch immer kein Cockpit für die neue Rennsaison im Kundensport. Die Zeit drängt. Es bleiben nur noch wenige Wochen. „I bi jung, i bi gsung u ufem Sprung.“ Oder auf Hochdeutsch „Ich bin RahelFrey2jung, gesund und auf dem Sprung“, eben „frei wie ein Vogel“. Was die Schweizer Sängerin Kisha in ihrem Song „Frei wie ä Vogu“ als positiven Lebensumstand besingt, ist für ihre schnelle Landsmännin Grund zur Sorge. Im Gespräch mit uns verhehlt Rahel nicht, allmählich nervös zu werden. Aus der DTM ist sie ausgeschieden. Dabei wäre sie doch die perfekte Kandidatin für den vom Playboy gesponserten diesjärhigen Audi A5 DTM gewesen, den zuvor Markus Winkelhock als A4 DTM fuhr. Rahel soll im Kundensport fahren. Ein Cockpit wurde ihr vor kurzem vor der Nase weggeschnappt. Ihr fehlte noch ein Sponsor. Pay Driver also leider auch hier? In der Formel 1 ist dies immer mehr gang und gäbe. Dabei soll es doch um die besten Fahrer gehen… In der Königsdisziplin geht es um viele Millionen. Im Kundensport sind die Beträge vergleichsweise bescheiden. Da stellt sich die Frage: Hey, Audi, worauf wartet ihr? Setzt diese Superfrau und Racerin bitte gebührend ein. Die Frage auf der AUDI Jahrespressekonferenz vor wenigen Tagen, die sich auf den ausschließlich männlichen Vorstand bezog, stellt sich um so mehr im Rennsport. Denn hier ist in den eigenen Reihen eine Frau, die’s kann. Auf geht’s, Herr Dr. Ullrich. Let the lady start her engine! She can handle it with professional ease.

Susanne Roeder ©roe

Ein Gedanke zu “Frey wie ä Vogu – Frey wie ein Vogel / Rahel Frey: Free as a bird

  1. Liebe Susanne
    So sehr du mit deinem Beitrag aus sportlicher Sicht recht haben magst, so wenig macht es aus Marketing-strategischer Sicht Sinn, meine Landsfrau (Landsmännin hat für mich den faden Beigeschmack eines ‘Mannsweibes’) in eine maskuline Automarke zu setzen.
    Ich behaupte, dass der Grossteil der Audi-Klientel männlich und in einem zahlungskräftigen Alter ist. Diese Zielgruppe möchte sich die Volkswagen-Tochter nicht vergraulen, indem eine junge Frau im vermeintlich gleichen Auto (wir sollen ja das Gefühl haben, dass der DTM-A5 irgend etwas gemeinsam hat mit dem Strassenpendant) ebendieser Männerschar zeigt, dass eine Frau besser in einem Audi aufgehoben und damit auch noch schneller als viele Geschöpfe des ‘starken’ Geschlechts ist.
    Oder kurz gesagt: Wieso soll Mann sich ein ‘Frauenauto’ kaufen, in dem er sogar von Frauen überholt wird?
    Dies zeigt uns zweierlei: Gottseidank hat uns Kerle der Gender-Mainstreaming-Wahn noch nicht gehirngewaschen, wenn es um unser liebstes Spielzeug geht.
    Und Zweitens haben die Produktemanager versagt, diesen Umstand zu kaschieren oder aber sie haben genau das erkannt und finden das auch gut so.
    Die Nicht-Berücksichtigung von Rahel Frey lässt mich Letzteres vermuten.
    Ich habe fertig.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>