Let’s Twist Again: Spanischer Tanz auf Eis und Schnee

Loves rough terrain and snow: Seat Leon X-Perience.

Loves rough terrain and snow: Seat Leon X-Perience.

Agiler Seat Leon X-Perience meistert

verschärfte Anforderungen dank Allrad

Ein guter Tänzer lässt sich nicht aus dem Takt bringen, macht keinen Schritt daneben. Damit Autos in gebirgigen und schneereichen Gegenden in der Spur bleiben oder schnell wieder in diese finden, brauchen sie zumindest permanenten Allradantrieb. Mit gutem Grund. Denn was einen Front- oder Hecktriebler an vereister oder verschneiter Steigung schnell durchdrehen lässt, bringt einen Pkw mit Allrad noch lange nicht aus dem Takt. Der Seat Leon X-Perience jedenfalls – das X symbolisiert Allradantrieb – bestand den Härtetest im Schnee von Tirol. Ob unebenes Gelände, schneeglatte Rodelpiste, gebirgige Steigung mit schlagartig verändertem Fahrbelag oder Ausweichmanöver vor plötzlichen Hindernissen – der Allrad-Kombi im Offroad-Look ist den Widrigkeiten winterlicher Straßenverhältnisse wegen seines Antriebs gut gewachsen, kehrt selbst im Anschluss an absichtlich oder unabsichtlich herbeigeführte Drifteinlagen sicher und stabil auf den richtigen Weg zurück.
Mit dem X-Perience (drei Turbodiesel mit einem Leistungsspektrum von 110 bis 184 PS, ein 1,8 Liter Benziner mit 180 PS) steht seit wenigen Monaten ein solides neues Allradmodell in feschem Gewand parat – für 28.75 bis 33.060 Euro. Der solide Spanier unter dem Dach von Volkswagen ist mit einer Haldex-Kupplung der fünften Generation und ABS ausgestattet, wie in vielen Fahrzeugen der Wolfsburger verbaut. Die hydraulische Lamellenkupplung mit elektronischer Regelung ermöglicht automatisch eine variable, gleichmäßige Kraftverteilung zwischen vorderem und hinterem Achsgetriebe. Bricht das Fahrzeug aus, greift das ESP ein, bringt das Auto trotz gedrücktem Gaspedal quasi zum Stehen, um es zu stabilisieren und sodann eine Weiterfahrt zu ermöglichen. Das System regelt stufenlos bis zu 100 Prozent in beide Richtungen. Merkt die Haldex-Kupplung, dass das Fahrzeug zum Beispiel auf der Vorderachse gar keine Haftung hat, so schickt sie die Kraft stufenlos nach hinten, im Extremfall um bis zu 100 Prozent.
Neue Stoßdämpfer stellen sich der rasanten Fahrt über Stock und Stein. Der kommen auch 27 Millimeter mehr Bodenfreiheit sowie eine robuste Schutzverkleidung der Türschweller und Radhäuser entgegen. Lenkung und Ansprechverhalten des X-Perience sind angenehm direkt.
Wie präzise und sicher das Fahrzeug mit Allradantrieb unterwegs ist, lässt sich spätestens im Vergleich erkennen, nämlich wenn man ESP ausschaltet. Das ist das Spielfeld für Freunde des Driftens. Denn jetzt bricht das Auto viel schneller aus, das System greift erst deutlich später regelnd ein. ESP auch in ausgeschaltetem Modus noch zu 25 Prozent aktiv. Bei jedem Neustart des Motors, ist ESP wieder voll aktiviert.
Der Grenzgänger zwischen der Kombivariante Leon ST mit Allrad und einem im Portfolio von Seat noch nicht vorhandenen ausgewachsenen Geländewagen ist ein familienfreundliches Allwetterfahrzeug, das Wertigkeit und Wohlfühlambiente vermittelt und gleichzeitig eine sportlich sichere Fahrweise erlaubt. Bernhard Bauer, seit wenigen Monaten neuer Seat Geschäftsführer in Weiterstadt, ist überzeugt davon, dass der X-Perience seinen Teil zu einem weiterhin hohen Absatz beiträgt.
In Deutschland hat Seat in den vergangenen Jahren um mehr als 60 Prozent zugelegt, mit jeweils zweistelligem Wachstum pro Jahr. „Diese Marke ist unwahrscheinlich in Bewegung,“ freut sich Bauer. Was wenige wissen: Die mehr als 93.000 verkauften Seat-Modelle des vergangenen Jahres stabilisieren den spanischen Automobilhersteller auf dem zehnten Platz der meistgekauften Marken in Deutschland. Auch der Marktanteil von Seat Deutschland hat mit neun Prozent deutlich zugelegt. Denn während der Privatkundenmarkt in Deutschland seit Jahren absackt – von einst 68 Prozent auf mittlerweile 30 Prozent – ist Seat weiter gewachsen. Und ganz besonders erstaunlich: Auch im Flottensegment zeigt sich die Marke auf Erfolgskurs, mit einem satten Plus von 27 Prozent.
Das neueste Mitglied in der Leon-Familie setzt die auf Nachhaltigkeit ausgelegte Produktionsweise übrigens fort und wird wie alle Leons zu 25 Prozent mit Solarenergie produziert.
Susanne Roeder
©roe

Encore, encore! Let's go dancing in the snow again.

Encore, encore! Let’s go dancing in the snow again.

Ein Gedanke zu “Let’s Twist Again: Spanischer Tanz auf Eis und Schnee

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>